Ein Führerschein der besonderen Art von Auszubildenden für Schüler*innen

Die Kooperation der BBS Ritterplan und der Heinrich Böll Schule (staatliche Schule für Schüler*innen mit dem Unterstützungsbedarf körperliche und motorische Entwicklung) ist gelebte Inklusion!

Seit Februar besteht  eine Kooperation der Auszubildenden der Hauswirtschaft an den BBS Ritterplan mit einer Klasse der Heinrich-Böll Schule , mit dem Ziel für die Schüler*innen der Heinrich- Böll Schule ,den vom Bundeszentrum für Ernährung konzipierten „Ernährungsführerschein“ zu erlangen. Das Besondere dabei ist, dass  die Schülerinnen der BBS Ritterplan  im Rahmen   Ihrer Ausbildung zur Hauswirtschafter*in , die Rolle der „Fahrlehrer*innen     übernehmen und so  ihre erworbenen Kenntnisse  weitergeben und sich als Anleiter*innen erproben.

Für den Ernährungsführerschein lernen die Jugendlichen selbst leckere Salate, fruchtige Quarkspeisen und andere kleine Gerichte zuzubereiten. Der Ernährungsführerschein ist ein Baustein zur modernen Ernährungsbildung. An vier Tagen lernen die Schüler*innen den Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten. Sie schneiden, schälen, raspeln, rühren, kosten und essen dann gemeinsam, hierbei wird Genuss und Esskultur vermittelt und gelebt.

Beim Ernährungsführerschein steht die Praxis im Mittelpunkt! Es wird unter Anleitung gelernt, Lebensmittel mit allen Sinnen wahrzunehmen, zuzubereiten und zu genießen. Es geht auch um wertschätzendes, umwelt- und klimafreundliches Handeln. Somit ist die Zubereitung von kleinen, kalten Speisen nur der Ausgangspunkt für vieles mehr! Das letzte Modul besteht aus einer theoretischen Prüfung über Hygiene, Lebensmittel und deren Verarbeitung und einer praktischen  Prüfung bei der ein kleines Fest vorbereitet wird , bei dem dann die „Führerscheine“ von den angehenden Hauswirtschafter*innen an die Schüler*innen der Heinrich Böll Schule überreicht werden und man dies gemeinsam gebührend feiert.

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