Berufliches Gymnasium - Sozialpädagogik

Wenn Dich das Erleben, das Bewusstsein und das Verhalten des Menschen interessieren und Du Dich auch für das soziale Miteinander und pädagogische Themen wie Erziehung und sozialpädagogische Arbeit begeistern kannst, dann ist diese Fachrichtung für Dich richtig.

  • Worauf bereitet mich das Berufliche Gymnasium Sozialpädagogik vor?

    Das Berufliche Gymnasium mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik bereitet auf alle Studiengänge und Ausbildungen im sozialen, pädagogischen und psychologischen Bereich, wie z.B. Pädagogik, Lehramt, Psychologie, Sozialpädagogik vor.

    Hierzu werden im Unterricht bereits viele theoretische und teils auch praktische Grundlagen gelegt, die den Einstieg in das Studium oder die Ausbildung erleichtern und auch während der beruflichen Weiterbildung einen wichtigen Beitrag leisten können.

    Natürlich ist jedes Studium und jedeAusbildung möglich. So studieren Absolventen des Beruflichen Gymnasiums Sozialpädagogik u.a. Wirtschaftspädagogik, Informatik, Jura, Medizin oder Geschichte.

  • Welche Studiengänge und Berufsausbildungen bieten sich nach dem Abitur an?

    Der Schwerpunkt bereitet Dich besonders auf die Studienfächer Pädagogik, Psychologie und Sozialpädagogik und auf gesellschaftswissenschaftliche Fächer vor. Der Schwerpunkt bietet Dir sehr gute Grundlagen für eine Ausbildung im Bereich  Sozialpädagogik, Psychologie und Psychiatrie wie Erzieher*in, Gesundheits- und Krankenpfleger*in  und Ergotherapeut*in.

    Grundsätzlich stehen alle Studiengänge und jeder Beruf offen!

  • Wie ist das dreijährigeBerufliche Gymnasium Sozialpädagogik aufgebaut?

    Das Berufliche Gymnasium vermittelt eine breite und vertiefte Allgemeinbildung und ermöglicht eine berufsbezogene individuelle Schwerpunktbildung. Das „Markenzeichen“ des Beruflichen Gymnasiums Sozialpädagogik sind seine Profilfächer Pädagogik/Psychologie sowie Praxis Sozialpädagogik.

    Das Theoriefach Pädagogik und Psychologie wird  vier Stunden pro Woche unterrichtet. Hier werden viele Themen aufgegriffen, die im wirklichen Leben von großem Interesse sind. Ergänzt wird die Theorie durch einen zweistündigen Praxisunterricht. Da beide Fächer nicht auf Vorkenntnissen aufbauen, ist ein echter Neustart möglich.

    In Klasse 11 werden die Grundlagen gelegt, in Klasse 12 und 13 findet dann im Profilfach Pädagogik und  Psychologie in erhöhter Anforderung die konkrete Vorbereitung auf das Abitur statt.

    In Pädagogik/Psychologie stehen folgende Themen auf dem Programm:

    • Lerngebiet 1: Bildung und Erziehung im Kindesalter beurteilen
    • Lerngebiet 2: Entwicklungsprozesse von Kindern begleiten 
    • Lerngebiet 3: Entwicklungs- und Sozialisationsprozesse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen verstehen
    • Lerngebiet 4: Persönlichkeit und psychische Gesundheit analysieren
    • Lerngebiet 5: Erziehung und Bildung im Jugendalter und jungen Erwachsenenalter professionell gestalten
    • Lerngebiet 6: Diversität und individuelle Lebenslagen reflektieren

    Lerngebiet 7: Berufliche Identität weiterentwickeln

     

  • Welche Einblicke in die Praxis erhalte ich?

    Der Praxisunterricht und das 3-wöchige Praktikum in Klasse 11 verschafft Dir eine Vorstellung von möglichen zukünftigen Arbeitsfeldern. Vertiefung findet dieses durch ein größeres Projekt in der Klasse 12, das in Kooperation mit einer real existierenden Institution stattfindet.

  • Welche Möglichkeiten bietet das Schulpraktikum in Klasse 11?

    Du hast in dem 3-wöchigen Praktikum die Chance, eine sozialpädagogische Einrichtung mit ihrem Arbeitsfeld näher kennen zu lernen. In der Vergangenheit wurden von unseren Schüler*innen folgende Praktikumsstelle gewählt: Grundschulen mit Inklusionsklassen, sozialpädagogische Wohngruppen, Flüchtlingsunterkünfte, Senioreneinrichtungen, Kinderhäuser und Jugendzentren.

  • Welche Projekte wurden bisher im Beruflichen Gymnasium Sozialpädagogik in Klasse 12 durchgeführt?

    Im Rahmen des zentralen fächerübergreifenden Projekts arbeiten wir in der Klasse 12 regelmäßig mit Problemstellungen realer Auftraggeber auf der Grundlage des Projektmanagements, so dass neben fachlichen auch umfangreiche methodische Kompetenzen und Soft Skills entwickelt werden.

    Folgende Projekte wurden beispielsweise geplant und durchgeführt:

    • Märchen mit Kindern erleben
    • Figurentheater im Kindergarten
    • Förderprogramm für Demenzerkrankte
    • Empathieförderung an einer Grundschule
    • Entspannungstechniken
    • Stressprävention bei Grundschülern
    • Gesundheitsförderung im Kindergarten
    • Drogenprävention mit 14-jährigen Schüler*innen
    • Vorbeugung von Essstörungen
    • Trendsport – Bewegung im Jugendalter
    • Verschieden und doch gleich: Kulturelle Unterschiede in der Spielkultur
    • Organisation einer Infoveranstaltung zur Aufklärung von Flucht und Fluchtursachen…
    • Ausstellung zum Thema Flüchtlinge und deren Leben in Deutschland
    • v.m.
  • Wie ist das Abitur im Beruflichen Gymnasium Sozialpädagogik aufgebaut?

    Im schriftlichen Abitur bekommst Du zwei Aufgabenvorschläge. Einer davon muss in 300 Minuten schriftlich bearbeitet werden. Inhaltlich beziehen sich die Abituraufgaben auf die in Klasse 12 und 13 (= Qualifikationsphase 1 und 2) behandelten Lerninhalte.

    Abiturthemen in der Vergangenheit befassten sich zum Beispiel mit: Angststörungen bei Erwachsenen, Essstörungen bei Jugendlichen, Depressionsbehandlung, Bildung und Armut, Migration und Bildung, Inklusion von Menschen mit Behinderung, Jugendsozialarbeit.

 

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